Willkommen im Informationsbereich - Planungen

Dies ist die zentrale Informationsseite zum Planungsprozess für den Grünzug Nordost und die BUGA 2023. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Antworten zu den zentralen Fragen der Planung wie auch Meldungen zu aktuellen Entwicklungen.

Informations-Artikel

Häufige Fragen

Was ist eine Bundesgartenschau?

Eine Bundesgartenschau ist zum einen die gärtnerische Ausstellung in Deutschland, die im Zweijahresturnus stattfindet – der Olymp der grünen Berufe. Gleichzeitig ist „Bundesgartenschau“ aber auch ein über mehrere Jahre andauernder Planungsprozess für Freiräume, Grün- und Stadtentwicklung. Seit 1951 werden aus Brachflächen oder ehemaligen Industrielandschaften durch Konversionsmaßnahmen, Renaturierungen neue Naherholungsgebiete geschaffen. Die dabei neu entstehenden Sport-, Spiel- und Freizeitangebote unterstützen den regionalen Strukturwandel, die Stadt- und Regionalentwicklung und verbessern damit langfristig unsere Lebensqualität.

Für die Realisierung des Grünzugs Nordost, der für das Klima in der Stadt, aber auch für Wohnen und Erholen in Mannheim wichtig ist, leistet die BUGA 2023 einen überaus wichtigen Beitrag.

Wie wird die BUGA 2023 finanziert?

Derzeit sind rund 41 Millionen für die Durchführung der Bundesgartenschau veranschlagt. Diesen Kosten stehen Erlöse aus Eintrittsgeldern, Sponsoring und Pachten gegenüber, sodass eine Zuschussfinanzierung der Stadt im Umfang von 6,85 Millionen Euro kalkuliert ist.

Wie viel kostet der Grünzug Nordost und wie wird dieser finanziert?

Für den Grünzug hat der Gemeinderat ein Budget mit der Obergrenze von 105,5 Millionen Euro festgelegt. Da es für die Entwicklung eines Grünzugs keine Investoren gibt, entstand die Idee, über eine Bundesgartenschau Fördermittel von Bund und Land zu akquirieren. Das Land hat Mannheim eine Förderung wie für die Heilbronner Bundesgartenschau in Aussicht gestellt: Diese erhält vom Land 41,3 Millionen Euro (ohne Verkehrsinfrastrukturmittel).

Was passiert nach der BUGA 2023 mit dem Hauptgelände?

Das Kerngebiet der BUGA 2023, die Konversionsfläche Spinelli zwischen Feudenheim und Käfertal, ist im Flächennutzungsplan so festgelegt, dass sie nach der Umwandlung als Freilandfläche für das Klima freigehalten werden muss. Dabei wird Spinelli Teil des neuen Grünzugs. Die Bundesgartenschau auf dem Spinelli-Gelände wird nur an 180 Tagen im Jahr 2023 stattfinden und im Anschluss daran als Freifläche für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.

Was passiert mit den Kleingartenanlagen?

Ein Wegfall der Kleingartenanlagen ist nicht geplant. Für die Realisierung des durchgängigen Grünzuges, u. a. der Radschnellwegverbindungen, ist allerdings nach derzeitigen Entwürfen die Verlegung einzelner Kleingartenparzellen erforderlich. Zum Ausgleich wird ausreichend Ersatzflächen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Für die Gartenschau selbst sollen alle Gartenvereine in das Ausstellungskonzept sowie in die Programmgestaltung einbezogen werden.

Wird es weitere Informationsveranstaltungen geben?

Die Planungen sind ein mehrjähriger Prozess, der gemeinsam mit den Mannheimerinnen und Mannheimern bewältigt werden soll. Dazu wird es weitere Informationsveranstaltungen geben. Hier auf dieser Internetseite werden Sie über anstehende Veranstaltungen baldmöglichst informiert!

Wie kommen die Besucher zum BUGA-Gelände und wieder zurück?

Bereits heute verfügt Mannheim über eine sehr gute Verkehrsinfrastruktur. Ein detailliertes Verkehrskonzept für den Veranstaltungszeitraum wird sicherlich erst 3-4 Jahre vor der Veranstaltung erstellt werden. Aber schon heute kann die Anbindung mit zwei Straßenbahnlinien, einem S-Bahn-Anschluss (voraussichtlich ab 2018) und mittels Shuttle-Parkplätzen am Maimarkt hervorragend gesichert werden. Die im Planungsprozess eingebauten Radschnellwege sind eine weitere Möglichkeit das BUGA-Gelände schnell und sicher zu erreichen

Was passiert nach den aktuellen Planungen mit der Au?

Die Au ist Landschaftsschutzgebiet und wird es auch bleiben. Sie ist im Eigentum der Stadt. Die Grünzug-Planung sieht vor, dass dort eine ökologische Form der Landwirtschaft betrieben und ein im Bereich des alten Neckararms verortetes naturnahes Gewässer errichtet wird. Das spiegelt die ehemalige Natursituation der Au wieder. Vorhandene Durchgangswege bleiben weitestgehend erhalten und werden durch ein neues Radschnellwegsystem am Rande der Au ergänzt.

Welche Gebäude auf Spinelli bleiben erhalten, welche werden abgerissen?

Im Süden des Kerngeländes der BUGA 2023 sollen einige ältere Gebäude (alte Wehrmachtskaserne) für unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten stehen bleiben. Technische Grünhöfe, Kulturateliers, Dienstleistungsunternehmen, Jugend- und Sporteinrichtungen sollen entstehen. Die vorhandenen Wege des BUGA-Geländes werden Teil des Radwegenetzes des Grünzug Nordost und eignen sich hervorragend für größere und kleinere Fitness-Strecken. Mit der Verzahnung von Grün, Freiflächen, innovativem Wohnen und Kultur kann Spinelli ein Modell für künftiges Leben in der Stadt werden.

Gibt es schon ein Programm für die BUGA 2023?

In der Regel wird das Ausstellungskonzept ca. drei Jahre vor der Veranstaltung erstellt und das Programm für die Ausstellungszeit im Laufe des Jahres 2022 bekanntgegeben. Veranstaltungen im Vorlauf der BUGA 2023 werden hier auf der Internetseite frühzeitig bekanntgegeben.

Wann wird über die finalen Planungsentwürfe des Landschaftsarchitekturbüros Lenzen final entschieden?

Das ursprüngliche Grundkonzept wird seit Anfang 2016 weiterentwickelt und an die neuen Rahmenbedingungen, die sich durch die Nichtverlegung der Straße „Am Aubuckel“ ergeben haben, angepasst.
Die jeweiligen Lösungsvarianten werden kontinuierlich mit dem Aufsichtsrat sowie Vertretern der Gemeinderatsparteien rückgekoppelt und abgestimmt.
Zentral ist dabei die Konkretisierung dieser Vorschläge, um sie z.B. hinsichtlich der Kosteneffizienz, der Auswirkungen auf Klima, Fauna und Flora belastbarer zu machen. Im Frühsommer 2017 sollen dann die Ergebnisse und Lösungsvorschläge dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden. Dies wurde so Anfang 2016 mit dem Gemeinderat vereinbart - auch, dass erste Kostennennungen der Einzelprojekte von Seiten der BUGA Gesellschaft vorgelegt werden.

Wo sind neue Gebäude und Wohnquartiere in der Nachbarschaft des BUGA-Geländes geplant?

In Mannheim gibt es Bedarf in allen Segmenten und Formen des Wohnungsbaus. Jede Konversionsfläche soll eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Grün- und Gemeinschaftsflächen beinhalten. Auf Spinelli kann städtebaulich sinnvoll der Südrand bei Käfertal mit etwa 10 Hektar Bebauung erschlossen werden. Die alten Grenadierhäuser im Südosten könnten zu Wohn-, Kultur- und Arbeitshöfen entwickelt werden - dazwischen liegt die für Mannheim wichtige Frischluftschneise.