Die Hintergründe der Planungen

Mannheim ist im Wandel. Bis Ende 2015 wurden bereits über 300 Hektar ehemalige Militärflächen frei, die zum Teil schon heute zivil genutzt werden. Für die Stadt Mannheim ergeben sich durch die frei werdenden Flächen neue Chancen für die Stadtentwicklung. Insbesondere mit Blick auf die Themen Wohnen, Naherholung und Wirtschaft bieten die Flächen neue Potentiale.

Dazu initiierte die Stadt Mannheim 2011 einen breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, Initiativen und Arbeitskreisen wurde eine Vielzahl von Ideen zur Nachnutzung der Konversionsflächen gesammelt.

Die Ideen wurden anschließend zu fünf übergeordneten Leitthemen zusammengefasst:

GRÜN - WOHNEN - BLUE CITY UND INGENIEURSMEILE - KULTUR - ENERGIE UND QUALITÄT

Die fünf Qualitätsmarken dienen als Anker der Entwicklung der Konversionsflächen. Die Eckpunkte und Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden in mittlerweile vier Weißbüchern dokumentiert.

Schon in der ersten Ideensammlung 2011 äußerten die Bürgerinnen und Bürger den Wunsch, dass mit neuen Flächen insbesondere mehr Grün in der Stadt geschaffen werden solle und es eine neue Bundesgartenschau geben sollte.

Auch im Rahmen des Weißbuchprozesses spielte das Thema „Grün“ eine zentrale Rolle. Erneut bestätigten die Bürger, wie wichtig durch die Konversion die Chance sei, dass neue und attraktive Grünverbindungen zwischen den vier großen Kasernen (Spinelli Barracks, Taylor Barracks, Benjamin-Franklin-Village, Coleman Barracks) enstehen. Bessere Verbindungen zur Innenstadt, neue Radwegeverbindungen, aber auch schnellere Zugänge zum Neckar und Rhein sollen durch eine sinnvolle Vernetzung der einzelnen Flächen geschaffen werden. Dabei soll die Bundesgartenschau 2023 in Mannheim helfen.

Der Grundgedanke ist die Verwirklichung eines großen, weitläufigen Grünzugs, der das Angebot der bereits bestehenden Naherholungs- und Naturräume wie den Käfertaler Wald, Rheinauer Wald oder Waldpark ergänzen wird.

Mit der Ausrichtung einer Bundesgartenschau auf ca. 55 Hektar soll im Bereich der heutigen Spinelli-Kaserne eine entscheidende Lücke geschlossen werden, um den großen, neuen Grünzug Nordost tatsächlich zu realisieren und erlebbar zu machen: Es soll möglich werden, sich vom unteren Luisenpark am Nationaltheater bis zu den Vogelstangseen durch die Natur zu bewegen.