Grünzug Nordost beschlossen!

Der Gemeinderat hat die Chance ergriffen und sich in seiner heutigen Sitzung mit 30:16 Stimmen mehrheitlich für den Grünzug Nordost und die Bundesgartenschau 2023 in Mannheim ausgesprochen!

Kurz gesagt bedeutet dies die Entscheidung für mehr Lebensqualität und besseres Klima für die Mannheimerinnen und Mannheimer. Wir können nun gemeinsam daran gehen, die Realisierung des Grünzugs Nordost, das bisher größte ökologische Projekt in Mannheim, konkret weiter zu planen. Auf über 220 Hektar vom Luisenpark und dem Neckar, über die Au und das Spinelli-Gelände bis hin zu den Vogelstangseen und dem Käfertaler Wald wird in den nächsten Jahren ein grüner Landschaftspark, ein neues Naherholungsgebiet entstehen. Die Mannheimer und die Menschen aus der Region werden in diesem Freiraum neue Angebote und Erlebnismöglichkeiten für Erholung, Sport und Freizeit in der Natur finden.
Darüber hinaus ist der Grünzug von großer Bedeutung für die Verbesserung des Mannheimer Klimas. Als wichtiger Frischluftkorridor zum Neckar wird er die Stadt besser mit Kalt- und Frischluft versorgen. Und nicht zuletzt werden an den Rändern notwendige und interessante Wohnquartiere entstehen.

Im nächsten Schritt wird die Verwaltung die Landesregierung über das positive Ergebnis und damit über die Durchführung der Bundesgartenschau 2023 informieren, um etwaige andere Pläne für das Kasernenareal zu stoppen. Daneben wird das Büro RMP Stephan Lenzen mit der weiteren Detaillierung seiner Pläne beauftragt werden. Im  konkreten wird RMP beauftragt, die sog. Entwurfsplanung zu erarbeiten. Diese wird, aufbauend auf der aktuellen Vorplanung, das fertige Planungskonzept mit allen festgelegten Komponenten darstellen. Ziel ist ein stimmiges und realisierbares Planungskonzept, das alle projektspezifischen Problemstellungen berücksichtigt. Dieser Auftrag beinhaltet auch die Qualifizierung der Kostenseite durch die Kostenberechnung. D. h. die Kosten werden nach DIN 276 und konkret ermittelt. Parallel hierzu werden Verwaltung und Bundesgartenschaugesellschaft die Förderszenarien weiter vertiefen und mit dem Land Baden-Württemberg in intensive Verhandlungen zur finanziellen Unterstützung eintreten.

Neben dem rein planerischen Prozedere werden wir im weiteren Planungsprozess interessierte BürgerInnen, Betroffene, Verbände etc. in verschiedenen Beteiligungsformaten einbinden.

Die Bundesgartenschau im Jahr 2023 ist ein zentraler Bestandteil des Grünzugs. Sie ist von entscheidender Bedeutung dafür, dass der Grünzug mit der erforderlichen Qualität, in einem realistischen Zeitraum und unter verantwortbaren finanziellen Bedingungen geschaffen werden kann: Für den Grünzug Nordost sind 105,5 Mio. € eingeplant. Vom Land Baden Württemberg werden mindestens 40 Mio. € Fördermittel erwartet. Die Durchführung der Bundesgartenschau im Jahr 2023 selbst wird ca. 41,35 Mio. € kosten. Sie muss dabei mit 34,5 Mio. € von der Bundesgartenschaugesellschaft erwirtschaftet werden. Die Stadt Mannheim muss dann 6,85 Mio.€ übernehmen.

Hinzu kommt der der wirtschaftliche Nutzen für die Stadt, z.B. durch das Geld, das BesucherInnen durch Übernachtungen, in der Gastronomie oder beim Einkaufen ausgeben. Nicht zuletzt investieren die Wirtschaft sowie die örtlichen Firmen bei einer Veranstaltung wie einer Bundesgartenschau. Untersuchungen bei vergangenen Bundesgartenschauen haben gezeigt, dass jeder Euro, den eine Kommune investierte, elf weitere Euro durch Privatinvestitionen sowie Fördergelder mit sich brachte.

Die heutige Entscheidung des Gemeinderats ist eine weitsichtige und zukunftsweisende Entscheidung für die Entwicklung der Stadt.

 

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