Kabinett beschließt Fördertopf für Bundesgartenschau und Grünzug Nordost

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat gestern (24.10.2017) beschlossen, die Stadt Mannheim bei den mit der Bundesgartenschau im Jahr 2023 und dem Grünzug Nordost verbundenen Investitionskosten finanziell zu unterstützen.

Die Stadt Mannheim hatte in ersten Abstimmungsgesprächen eine Unterstützung bei der Realisierung des Grünzugs Nordost - für den eine Gesamtinvestition von 105,5 Millionen Euro geplant ist - in Höhe von 51,5 Millionen Euro beantragt. Die Fördermittel stammen allerdings aus verschiedenen „Fördertöpfen“: Aus dem Ministerium für ländlichen Raum wird ein neuer Sondertopf BUGA 2023 mit 20,2 Millionen Euro für die Grünprojekte, wie die Entwicklung des großen Freiraums auf Spinelli, bereitgestellt. Hinzu kommen weitere 700.000 Euro für die Präsenz des Landes während der Gartenschau.

Aus bestehenden Förderprogrammen werden weitere 13,9 Millionen Euro für städtebauliche Maßnahmen vom Wirtschaftsministerium erwartet, für die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere die Radwegeverbindungen sollen nochmal 8,9 Millionen Euro vom Verkehrsministerium hinzukommen. Für die ökologische Aufwertung des Landschaftsschutzgebietes - also zum Beispiel die Schaffung eines Gewässers in der Au – rechnen Stadt und BUGA-Gesellschaft mit 8,5 Millionen Euro aus dem Umweltministerium. Hier bestehen bereits Förderprogramme beim Land, die maßnahmengenau abgerufen werden müssen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Land im Rahmen der Bundesgartenschau und der Entwicklung des Grünzugs Sondermittel in Höhe von fast 21 Millionen Euro bereitstellt. Dieser Fördervorschlag ist auch ein Ergebnis des beharrlichen Einsatzes unseres Stuttgarter Kontaktbüros, der BUGA gGmbH und weiterer Dienststellen und es ist ein Beleg für die Qualität der nachhaltigen Konzeption der Bundesgartenschau-Idee für Mannheim. Mein besonderer Dank gilt dem Staatsministerium und Minister Hauk für ihre Unterstützung. Das Gesamtpaket der erwarteten finanziellen Beteiligung des Landes übersteigt unsere ersten Planungen deutlich und gibt uns – zusammen mit der Leitentscheidung - Planungssicherheit“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz über die guten Nachrichten aus Stuttgart.

„Wir sind der Landesregierung sehr dankbar, dass nach Heilbronn auch für Mannheim ein Sondertopf für Grünprojekte im Rahmen einer Bundesgartenschau eingerichtet wird. Bei den bereits bestehenden Förderprogrammen gilt es jetzt - in enger Abstimmung mit den Ministerien und dem Regierungspräsidium - diese zielgerichtet zu bedienen, um so ein optimales Ergebnis für Mannheim erzielen,“ ergänzt der Geschäftsführer der Mannheimer BUGA-Gesellschaft, Michael Schnellbach.

Grünzug Nordost

Mit dem Grünzug Nordost soll ein mehr als 220 Hektar großer Landschaftspark als ununterbrochenes grünes Band vom Luisenpark über den Bürgerpark, zu den Vogelstangseen und bis zum Käfertaler Wald entstehen. Ein Teil dieses Grünzugs besteht aus der Feudenheim Au, einem Landschaftsschutzgebiet mit klassischer Feldbearbeitung. Ein weiteres circa 80 Hektar großes Areal ist die Konversionsfläche Spinelli.

Der Grünzug soll nicht nur als Frischluftkorridor für eine Durchlüftung der angrenzenden Stadtteile und im Sommer für nächtliche Abkühlung sorgen. Menschen sollen sich in diesem neuen Naturraum frei bewegen können. Er wird Heimat für Pflanzen und Tiere sein und damit diesen Stadtraum ökologisch aufwerten.