Mannheims Vielfalt als Blütenpracht

Können ein paar Quadratmeter Fläche eine ganze Stadt symbolisieren? Dass das ziemlich gut geht, beweist ein kleiner Garten inmitten der aktuellen Heilbronner Bundesgartenschau (BUGA), der die Stadt Mannheim kaum besser repräsentieren könnte. „Region Unterer Neckar“ nennt sich das Fleckchen Erde, das im Ausstellungsbereich „Die Stadt im Werden“ die Nummer 8c zugewiesen bekommen hat. Mit ihm bekommen die Besucher einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2023, wenn die Quadratestadt an der Reihe ist und selbst zur Bundesgartenschau einlädt.

Leises Plätschern, bunte Blumen, Schatten spendende Schirme und ein Brunnen inmitten des Gärtchens laden Besucher immer wieder dazu ein, einen Blick auf das Mini-Mannheim zu werfen. Es ist eingebettet in die so genannten Gartenwelten des BUGA-Geländes, die ein Ausstellungsbeitrag des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. sind.  Das Wasserplätschern stammt von einem etwa zwei Meter hohen Wasserspiel aus gerieftem Granit. Es ist das zentrale Element des Gartens und steht Modell für einen der wohl bekanntesten Mannheimer Wahrzeichen: den Wasserturm. Ringsherum befinden sich Blumen und Pflanzen in den verschiedensten Farben. Orangene Bergonien, lilafarbene Lilientrauben, weißer Zauberschnee, echtes Federpolster in Grün und lila blühender Salbei. Das sind nur ein paar der Pflanzen, die – wie man auch auf dem Informationsschild am Eingang des Gartens lesen kann – die Vielfalt Mannheims darstellen, die über 160 Nationalitäten, die in der Stadt zusammenleben. Wer auf den Boden blickt, entdeckt ein weiteres Symbol für Mannheim: Quadrate.

Nicht jeder der BUGA-Heilbronn-Besucher kennt Mannheim und das was in der Stadt aktuell passiert. Aus diesem Grund fehlen auch große Infotafel nicht, die genau darüber berichten. Unter anderem erzählen sie von den Plänen bezüglich der Bundesgartenschau, vom Grünzug Nord etwa, von den Konversionsflächen, die sich gerade in Wohn-, Freizeit- und Gewerbegebiet verwandeln, von der Aufenthaltsqualität, die Mannheim mit seinen zahlreichen Kulturstätten bietet und vom vielfältigen Leben zwischen Popakademie, Barockschloss und Wasserturm. Die Tafeln stoßen nicht umsonst auf reges Interesse. Viele bleiben stehen und lesen.

Während der kleine „Mannheim-Garten“ einen Ausblick auf das gibt, was der Stadt an Rhein und Neckar in vier Jahren als BUGA-Ausrichter „blüht“, macht ein Gang über die Heilbronner BUGA 2019 obendrein noch richtig Lust darauf. Dort hat die Schau schon Akzente gesetzt – und zwar in eine deutlich positive Richtung. Und das wird die BUGA23 in Mannheim mit Sicherheit auch tun.