NATUR ERLEBEN! SPINELLI BEWEGEN! 21.APRIL 2018

Mit der Bürgerveranstaltung „Natur erleben - Spinelli bewegen“ knüpften Bundesgartenschau gGmbH, Projektgruppe Konversion im Fachbereich Stadtplanung und die städtische Projektentwicklungsgesellschaft MWSP jetzt an die Auftaktveranstaltung „Start auf Spinelli“ vor ziemlich genau einem halben Jahr an. Erneut war die U-Halle Schauplatz von Information, Ideenfindung und Diskussion. An den vielen Stellwänden wurde der augenblickliche Planungsstand für die etwa 180 Interessierten ausführlich dargestellt, in den die Anregungen aus der ersten Bürgerveranstaltung eingeflossen sind.

„Wir haben anschließend über 130 Themen zusammengefasst und diese den Bereichen Freiraumplanung und Städtebau zugeordnet“, erläuterte BUGA23-Geschäftsführer Michael Schnellbach die Vorgehensweise. Für die Gestaltung der grünen Mitte habe man zahlreiche Ideen zu unterschiedlichen Bewegungsangeboten ebenso mitgenommen wie Anregungen zu speziell definierten Bereichen: Freilaufareale für Hunde ebenso wie hundefreie Flächen oder Raum für Urban Gardening. Viele dieser Anregungen sind bereits in den Rahmenplan aufgenommen worden, andere stehen auf einer „Vielleicht-Liste“, weil noch nicht abschließend diskutiert. „Was unrealistisch ist, wie beispielsweise der Wunsch nach einem beheizten Fahrradweg oder einer unterirdisch fahrenden Straßenbahn fließt nicht ins städtebauliche Konzept ein“, informierte Klaus-Jürgen Ammer. Ausreichend Freifläche und damit die Frischluftzufuhr auch für Bebauung in zweiter und dritter Reihe zu halten, die soziale Durchmischung sowie Mobilitätskonzepte und Parken seien im Zusammenhang mit dem neuen Wohnquartier in Käfertal-Süd im Oktober 2017 sehr häufig genannt worden, fasste der Leiter der Projektgruppe Konversion die wichtigsten Themen aus diesem Bereich nochmals zusammen. Basierend auf diesen Anregungen habe man den Rahmenplan mittlerweile an einigen Stellen modifiziert.

Nach diesem Experten-Input ging es an die unterschiedlichen Stationen, um die Themen Grünzug/Klima, Ökologie/Städtebau und Mobilität/Soziales weiter zu vertiefen. Gezielt wurde unter anderem abgefragt, was die Bürgerinnen und Bürger sich am zentralen Quartiersplatz vorstellen können, wofür der Hochbunker genutzt werden könnte und was im Zusammenhang mit der Parkpromenade entwickelt werden soll. Als Ideen wurden unter anderem Räumlichkeiten für Vereine, ein Ort für Open Air-Veranstaltungen (Quartiersplatz), Räume für Kunst oder Indoor-Sport (Hochbunker) sowie Läden und Cafés, Bänke und die Gestaltung offener Erdgeschosse entlang der Promenade) genannt. Am Spinelli-Modell stehend war erneut die städtebauliche Dichte am Rande des Grünzugs ein Thema. „Manche kamen auch mit konkreten Wohnprojekten auf uns zu und haben gefragt, ob es dafür geeignete Flächen gibt“, berichtete Jens Weisener vom Fachbereich Stadtplanung dann bei der abschließenden Präsentation der Ergebnisse im Plenum. Zum Thema Mobilität wurde viel über die Stadtbahn und das Parken im neuen Quartier diskutiert. Was den Freiraum angeht, erhielt unter den abgefragten Aspekten „Natur erleben“, „Natur begreifen“, „Natur genießen“ das Themenfeld „Mehrwert schaffen“ den meisten Input. „Nun gilt es für uns, die gesammelten Anregungen in der Fläche zu verorten“, so Schnellbach und kündigte zumindest für den Bereich Freiraum eine weitere öffentliche Präsentation der Ergebnisse noch vor der Sommerpause an.

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