Neue Chancen für Mannheim

Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte und dem Freiwerden der Kasernenflächen eröffneten sich für Mannheim völlig neue Chancen zur Weiterentwicklung der Stadt. Es galt Antworten zu finden, z.B. auf die Frage: „Wie wollen wir 2030 leben?"

Bereits in der ersten Ideensammlung 2011 zur künftigen Nutzung der Flächen brachten die Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck, welche Themen sie für besonders wichtig hielten: Mehr Grün für die Stadt und eine neue Bundesgartenschau.

Dieser Vorschlag wurde seitens der Mannheimer Verwaltung mit einer offiziellen Bewerbung bei der Deutschen Bundesgartenschau GmbH um eine Durchführung im Jahr 2023 aufgegriffen. Ziel dabei war und ist es, mit der Bundesgartenschau als zentralem Teil des neuen, ca. 220 Hektar großen Grünzugs Nordost langfristige und nachhaltige Lösungen für eine weitreichende Freiraumentwicklung in der Stadt umzusetzen.

Dieser qualitativ hochwertige Grünzug ist eines der größten ökologischen Stadtentwicklungsprojekte Mannheims. Ein grünes Band, vom Luisenpark bis zu den Vogelstangseen, soll entstehen und den Menschen in Mannheim und der Region dauerhaft ein deutliches Mehr an Lebensqualität bringen. Biotope sollen vernetzt, vorhandene Lebensräume für Tiere, Pflanzen, aber auch für Menschen, langfristig gesichert und entscheidend verbessert werden. Daneben bietet sich die Chance, „Stadtreparatur“ zu betreiben und gleichzeitig neue Wohn-, Arbeits- und Freizeitflächen an den Rändern des Grünzugs zu schaffen. Sie spielt eine maßgebliche, ja impulsgebende Rolle bei der Realisierung des „Grünzugs Nordost“.
Und die Bundesgartenschau ist nicht nur ein wunderbares Fest an 180 Tagen. Vielmehr ist der Gesamtzusammenhang wie auch der Vorbereitungsprozess für Mannheims Zukunft ebenfalls von zentraler Bedeutung.
Allerdings ist die Realisierung des Grünzugs ohne Bundesgartenschau als Motor in einem überschaubaren Zeitrahmen nicht machbar, es wird an der nötigen Kraft, Energie und Ausdauer, aber auch an finanziellen Mitteln fehlen.

Aktuell werden gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro RMP Stephan Lenzen mit dem Aufsichtsrat unserer Gesellschaft sowie Vertretern der Gemeinderatsparteien Varianten erarbeitet, kontinuierlich rückgekoppelt und abgestimmt.
In den kommenden Monaten erfolgt die Konkretisierung dieser Vorschläge um sie z.B. hinsichtlich der Kosten, der Auswirkungen auf Klima, Fauna und Flora belastbar zu machen. Im Frühsommer 2017 sollen dann die Ergebnisse und Lösungsvorschläge dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden. Dies wurde so Anfang 2016 mit dem Gemeinderat vereinbart.

Mit unserer neuen Plattform soll sich allen Interessierten eine transparente und breitangelegte Kommunikationsmöglichkeit eröffnen. Wir möchten damit zum einen umfassende Informationen über den bisherigen Entwicklungsprozess bieten. Darüber hinaus wird man künftig hier auch den jeweils aktuellen Planungssachstand abrufen, sich mit Anregungen und Fragen einbringen und über Veranstaltungen rund um das Thema „Grün“ in unserer Stadt informieren können. Information, Kommunikation und Transparenz sind nach unserem Verständnis ein wichtiger Faktor für das Gelingen dieses großen Projektes „Grünzug Nordost mit Bundesgartenschau 2023“.

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